14.12.2011

Am 13.12.2011 wurde eine im Auftrag der „Rechtshilfe Gorleben“ erstellte Studie in Lüchow vorgestellt. Autor ist Dr. Ulrich Kleemann, ehemaliger Fachbereichsleiter im Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), der nun als freier Geologe in Berlin und außerdem für die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen als Mitarbeiter im Gorleben-Untersuchungsausschuss tätig ist. Die Studie wirft Fragen zu einzelnen geologischen Teilaspekten für den Standort Gorleben auf, die nach Ansicht von Kleemann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) bei der bisherigen Erkundung und Bewertung nicht ausreichend gewürdigt bzw. „ausgeblendet“ worden seien und schließt daraus, dass Gorleben als Endlagerstandort ungeeignet sei.   

Die Studie wurde bereits vor der Vorstellung den Medien zur Verfügung gestellt, nicht jedoch der BGR. Allein auf Basis der Medienberichterstattung im Vorfeld der Präsentation der Studie stellt die BGR in einer Pressemitteilung vom 13.12.11 bereits fest:

  • Die BGR hat in zahlreichen Berichten, die alle dem BfS vorliegen, die geologischen Verhältnisse am Standort Gorleben und in der Region detailliert dargestellt. Die von Kleemann angesprochenen Fragen wurden alle behandelt.
  • Alle Berichte sind auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden.
  • Bis zum Ende der Erkundung und des Planfeststellungsverfahrens mit Langzeitsicherheitsnachweis kann weder von Eignung noch von Nicht-Eignung des Standortes gesprochen werden.
  • Es ist laut BGR verwunderlich, dass der Autor während seiner Amtszeit als zuständiger Fachbereichsleiter des BfS nie die jetzt von ihm geäußerten Vorwürfe ausgesprochen hat.

Die BGR hat angekündigt, nach Auswertung der veröffentlichten Studie auch wissenschaftlich zu den neuerlich aufgeworfenen Fragen und Vorwürfen Stellung zu nehmen.