• Belegt die Durchführung der „Vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben“ (VSG) nicht, dass sich die Bundesregierung schon auf den Standort festgelegt hat?

    Die „Vorläufige Sicherheitssanalyse Gorleben“ sollte ursprünglich eine Bewertung erarbeiten, ob und ggf. unter welchen Randbedingungen eine sichere Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen am Standort Gorleben möglich ist. Die Ergebnisse der VSG ersetzen nicht die Sicherheitsanalysen des Antragsstellers, die zur Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens erforderlich sind. Diese erfordern u.a. eine größere Datenbasis, die mit den aktuell laufenden Erkundungsarbeiten am Standort Gorleben erst geschaffen werden, und ein optimiertes Endlagerkonzept, das auf Basis der VSG erarbeitet wird. Mit der VSG bestand mit der ursprünglichen Zielsetzung (diese wurde im August 2012 durch das Bundesumweltministerium angepasst) die Möglichkeit, nach mehr als 30 Jahren auf Basis einer wissenschaftlichen Analyse am Standort Gorleben Klarheit über eine mögliche Eignung bzw. Nichteignung des Standorts zu erhalten.