Zurzeit wird bereits die „Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben“ (VSG) durchgeführt. Belegt dies nicht, dass sich die Bundesregierung schon auf den Standort festgelegt hat?
Die „Vorläufige Sicherheitssanalyse Gorleben“ soll eine Bewertung erarbeiten, ob und ggf. unter welchen Randbedingungen eine sichere Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen am Standort Gorleben möglich ist. Die Ergebnisse der VSG ersetzen nicht die Sicherheitsanalysen des Antragsstellers, die zur Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens erforderlich sind. Diese erfordern u.a. eine größere Datenbasis, die mit den aktuell laufenden Erkundungsarbeiten am Standort Gorleben erst geschaffen werden, und ein optimiertes Endlagerkonzept, das auf Basis der VSG erarbeitet wird. Mit der VSG besteht die Möglichkeit, nach mehr als 30 Jahren auf Basis einer wissenschaftlichen Analyse am Standort Gorleben Klarheit über eine mögliche Eignung bzw. Nichteignung des Standorts zu erhalten.