Einlagerungshohlraum im Ostfeld
Schwach- und mittelradioaktive Abfälle im ERAM

Die Abfälle, die in das Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) zwischen 1974 und 1998 eingelagert wurden, stammen zu einem Teil aus der ehemaligen DDR (ca. 14.500 m³, eingelagert bis 1991) und aus der Bundesrepublik Deutschland (ca. 22.300 m³, eingelagert  von 1994 bis 1998, davon 13.721 m³ aus den alten Bundesländern, 5.875 m³ aus den neuen Bundesländern und 2.742 m³ sonstige Abfälle).

Bei den Abfällen handelt es sich um insgesamt 36.754 m³ radioaktive Abfälle und 6.621 umschlossene Strahlenquellen. Die Abfälle wurden zum größten Teil in standardisierten Fässern (200-570l) oder verlorenen Betonabschirmungen (VBA) endgelagert.

Die insgesamt eingelagerte Aktivität beträgt 3,8 x 1014 Becquerel, die Aktivität der Alpha-Strahler beträgt ca. 1011 Becquerel (Stand Mitte 2005).

Die Abfälle stammen in erster Linie aus dem Betrieb von Kernkraftwerken (z.B. kontaminierte Arbeitsmittel, Verdampferkonzentrate oder Filterharze) und deren Stilllegung (z.B. Bauschutt, Rohrleitungen), aus Forschungseinrichtungen (z.B. kontaminierte Laborabfälle) und Landessammelstellen (z.B. Filtermaterialien, umschlossene Strahlenquellen). Alle Informationen zu den Abfällen sind dokumentiert und archiviert worden.