Geologischer Schnitt (Quelle: BGR)
Zechsteinmeer hinterließ Salzablagerungen

Das Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) nutzt die salinaren Gesteine der Zechsteinzeit als Wirtsgestein.. Vor etwa 260 Millionen Jahren war Norddeutschland von einem Meer bedeckt, in dem durch Verdunstung des Meerwassers Kalk, Gips und Salz ausgefällt wurden. Nach dieser Zeit wurden die Salzstrukturen mit jüngeren Gesteinsschichten des Trias, Jura, Kreide, Tertiär und Quartär überdeckt. 

Erdkrustenbewegungen in geologischen Zeiträumen

Am Ende des Trias wurde durch Bewegungen der obersten Erdkruste die Region dreigeteilt: es entstand die Allertalzone, südwestlich davon die Lappwaldscholle und die nordöstlich liegende Weferlinger Triasplatte. In der Kreidezeit vor etwa 95 Millionen Jahren wurden die Lappwaldscholle und die Wefelinger Triasplatte wieder angehoben und die zuvor abgelagerten Gesteine wieder ganz oder teilweise abgetragen. Lediglich in der Allertalzone blieben die jüngeren Gesteinsformationen der Kreide und des Quartärs erhalten.

Große Salzmächtigkeiten

Die Salze erreichen zwischen der Salzbasis und dem Hutgestein maximale Mächtigkeiten zwischen 400 und 600 m, der Salzspiegel liegt in einer mittleren Tiefe von ca. 140 m.  Im Grubenfeld Bartensleben/Marie sind Schichten von der Werra- bis zur Aller-Folge (Zechstein) aufgeschlossen. Die Salzstrukturen sind auffällig verfaltet worden. Das generelle Streichen der Faltenachsen folgt mit der Ausrichtung von Nordwest nach Südost mit dem Streichen der Alltertalzone.