Seit Ende der Einlagerung radioaktiver Abfälle 1998 wird das Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) offen gehalten und für die endgültige Stilllegung vorbereitet. Durch die bis zum Abschluss der Verfüllarbeiten Anfang 2011 eingebrachten ca. 935.000 m³ Salzbeton ist das Grubengebäude auch langfristig so stabilisiert, dass alle weiteren Arbeiten im Rahmen der Stilllegung sicher durchgeführt werden können.

Die notwendigen Unterlagen zur Stilllegung legte das Bundesamt für Strahlenschutz im September 2005 der Genehmigungsbehörde, dem Umweltministerium des Landes Sachsen-Anhalt (MLU), vor. Nach eingehender Prüfung durch Gutachter des MLU und einer entsprechenden Überarbeitung der Unterlagen durch das BfS wurden diese im Januar 2009 erneut eingereicht. Im Juli 2009 wurde die Prüfung durch das MLU abgeschlossen. Die Unterlagen hat das BfS auf seiner Webseite veröffentlicht.

Vom 21. Oktober bis zum 21. Dezember 2009 wurden die Unterlagen für die Beteiligung der Öffentlichkeit ausgelegt. Es wurden ca. 15.000 Einwendungen gegen die Planfeststellungsunterlagen des BfS erhoben. Diese müssen in einem Erörterungstermin zwischen den Einwendern und dem BfS als Antragsteller behandelt werden. Der Termin fand vom 13. Oktober bis zum 10. November 2011 in Oschersleben, ca. 25 km südlich von Morsleben, statt.

Nach Verzögerungen im Verfahren wird mit den Verschlussmaßnahmen im Rahmen der endgültigen Stilllegung ab ca. 2025, nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens, gerechnet.

Stand: 23.09.2014