Bis 1990 wurden verschiedene Einlagerungstechniken praktiziert:
- flüssige radioaktive Abfälle wurden unter Tage mit Braunkohleasche verfestigt,
- mittelradioaktive Abfälle und umschlossene Strahlenquellen wurden mit wieder verwendbaren Transportcontainern in eine Kammer verstürzt,
- schwachradioaktive Abfälle sind in 200-Liter-Fässern gestapelt worden.
Das Gesamtvolumen der im ERAM von 1978 bis 1998 eingelagerten schwach- und mittelradioaktiven Abfälle beläuft sich auf insgesamt 36.754 m³ und ca. 6.600 Strahlenquellen. Seit 1998 wird das Bergwerk offen gehalten und für die endgültige Stilllegung vorbereitet. Neben Instandhaltungsmaßnahmen werden vorbereitende Arbeiten zur Stilllegung ausgeführt. Zur Minimierung von Gebirgskonvergenzen im Zentralteil des Bergwerks wurde von 2003 bis 2011 in 27 alte Steinsalzabbaue insgesamt ca. 935.000 m³ Salzbeton verfüllt. Damit ist das Grubengebäude auch langfristig so stabilisiert, dass die noch zu genehmigenden Arbeiten im Rahmen der Stilllegung sicher durchgeführt werden können. Mit den Verschlussmaßnahmen im Rahmen der endgültigen Stilllegung wird nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens voraussichtlich ab 2014 begonnen.
Stand: 14.11.2011