In die Schachtanlage Asse II, ein ehemaliges Salzbergwerk in der Nähe von Wolfenbüttel in Niedersachsen, wurden bis 1978 schwach- und mittelradioaktive Abfälle eingelagert, später wurde die Anlage noch bis 1995 für Forschungsarbeiten ohne Einlagerung von radioaktiven Abfällen genutzt. Betreiber der Asse war die Gesellschaft für Strahlenforschung (GSF) bzw. das Helmholtz Zentrum München, die diese im Auftrag des Bundes 1965 kaufte. Durch einen 1988 entdeckten Laugenzufluss und die Instabilität des Grubengebäudes ist die Asse in den vergangenen Jahren in den Fokus des medialen Interesses gerückt. Das Bergwerk steht zur Schließung an. Das seit 2009 zuständige Bundesamt für Strahlenschutz hat hierzu nach einem Optionenvergleich vorgeschlagen, die Abfälle aus dem Bergwerk zurückzuholen.