Luftbild ErkundungsbergwerkErkundungsbergwerk Gorleben (Quelle: DBE)

Gorleben im Dialog

Bereits 1979 fiel die Entscheidung, den im niedersächsischen Landkreis Lüchow-Dannenberg gelegenen Salzstock in Gorleben auf seine Eignung als Endlager für wärmeentwickelnden, radioaktiven Abfall zu erkunden. Nicht nur als Erkundungsbergwerk sondern als Symbol hat Gorleben seither einen festen Platz im öffentlichen Bewusstsein. Den Einen ist Gorleben gleichsam ein Synonym für den Widerstand gegen die Kernenergie insgesamt. Anderen gilt es als Sinnbild für die praktische Umsetzung einer gesellschaftlichen Verantwortung: der sicheren Endlagerung radioaktiver Abfälle. Die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle wird überdies letztlich auch für die Handlungsfähigkeit unserer Demokratie in dieser wesentlichen Frage stehen. Das erfordert eine Problemlösung, die - für alle erkennbar - im Interesse des Allgemeinwohls und gleichzeitig mit Rücksicht auf Interessensgruppen entwickelt und umgesetzt wird.

Das Thema Gorleben lässt scheinbar nur ein markantes Ja oder Nein zu. Zwischentöne, die auf das ergebnisoffene Erkundungsverfahren hinweisen wollen, dringen in der oft verhärteten Debatte nicht mehr durch. Daher unterstützt die GNS, als Vertreter der Energieversorgungsunternehmen, das Dialog- und Beteiligungsverfahren für eine ergebnisoffene Weitererkundung, wie es seit Dezember 2010 unter Federführung des für die Standorterkundung zuständigen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strahlenschutz als Betreiber des Erkundungsbergwerkes, eingeleitet worden ist.