Denis Alexandre

Nach dem Chemie- und Geologiestudium trat Denis Alexandre 1961 der französischen CEA (Commissariat à l'Energie Atomique) bei. Er war an Untersuchungen zur Uranerzaufbereitung und zur Weiterverarbeitung von Uran beteiligt. 1983 übernahm er die Leitung der Abteilung Forschung & Entwicklung für radioaktive Abfälle (Behandlung, Konditionierung und Charakterisierung) des Forschungszentrums Cadarache. 1987 wurde Denis Alexandre stellvertretender Direktor der ANDRA (französische Organisation für das Management und die Entsorgung radioaktiver Abfälle). 1990 kehrte er zur CEA zurück und zwar als wissenschaftlicher Direktor für das Programm zur Direkten Endlagerung. Er war Vertreter Frankreichs in der EU. Seit Oktober 1996 befindet sich Denis Alexandre im Ruhestand.

In Frankreich wird der schwachradioaktive Abfall seit 1959 durch "oberflächennahes Vergraben" endgelagert. Das erste Endlager dieser Art, Centre de la Manche, war bis 1990 in Betrieb und ist danach stillgelegt und überdeckt worden. Das zweite Endlager dieses Typs, das Centre de l'Aube, liegt in der Nähe von Troyes im Département Aube und befindet sich seitdem erfolgreich in Betrieb.

Die französische Endlagerorganisation ANDRA ist auch für die Auswahl und die Untersuchung zweier Standorte als mögliches Endlager für hochradioaktive Abfälle verantwortlich. Am ersten ausgewählten Standort in einer Tonsteinformation bei Bure im Département Meuse haben vor einigen Monaten die Bauarbeiten für ein Untertagelabor begonnen, mit dem der Standort charakterisiert werden soll. Die Benennung eines zweiten Standortes in Granit soll im Laufe dieses Jahres erfolgen.

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