Die Koalitionsvereinbarung der Rot-Grünen Bundesregierung von Oktober 1998 stellt unter Anderem fest, dass die Entsorgungspolitik der Vorgänger-Regierung gescheitert sei, dass nur ein Endlager für die Entsorgung aller radioaktiven Abfälle erforderlich ist und dass Zweifel an dem Salzstock Gorleben als Standort für ein Endlager bestünden.
Die Bundesregierung hat dann in der Vereinbarung mit den Energieversorgungsunternehmen vom 11.06.2001 die Unterbrechung der Erkundung des Salzstockes in Gorleben (siehe Moratorium) mit konzeptionellen und sicherheitstechnischen Fragen zur Endlagerung (siehe auch BMU) begründet. Fachliche Argumente gegen eine mögliche Eignung des Salzstockes in Gorleben als Endlager für radioaktive Abfälle wurden nicht gefunden.
Um eine neutrale Stellungnahme zu dem Endlagerprojekt Gorleben zu erhalten, haben sich die Abfallverursacher entschlossen, eine internationale Expertengruppe einzuberufen. Ziel der Expertengruppe war es, den Abfallverursachern aufzuzeigen, ob die bisher durchgeführten Arbeiten dem international anerkannten Stand von Wissenschaft und Technik entsprechen. Die Gruppe bestand aus sechs international anerkannten Fachleuten, die in den jeweiligen Ländern in führender Stellung in die nationalen Endlagerprojekte eingebunden sind oder waren.
Der abschließende Bericht der Expertengruppe "Repository Project Gorleben - Evaluation of the Present Situation" vom Juli 2001 kann rechts runtergeladen werden.
Internationale Experten empfehlen, die Erkundungsarbeiten in Gorleben fortzuführen.