Erkundung am Beispiel des Salzstockes Gorleben
Am Standort Gorleben wurde die übertägige Standorterkundung im Wesentlichen von 1979 bis 1983 durchgeführt. Insgesamt wurden 477 km seismische Profile zur Bestimmung des Schichtenaufbaus und der Tektonik aufgenommen sowie
- 322 Pegelbohrungen (ca. 80 m tief) als Grundwassermessstellen,
- 44 Salzspiegelbohrungen (ca. 260 m tief),
- 4 Tiefbohrungen (ca. 2000 m tief)
- 2 Schachtvorbohrungen (knapp 1000 m tief)
abgeteuft. Im Mai 1983 legte die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) den "Zusammenfassenden Zwischenbericht über bisherige Ergebnisse der Standortuntersuchung in Gorleben" vor. Dieser, wie auch der nachfolgende Bericht (Fortschreibung des zusammenfassenden Zwischenberichtes über die bisherigen Ergebnisse der Standortuntersuchung Gorleben vom Mai 1983, Bundesamt für Strahlenschutz, Salzgittter, April 1990, ISSN 0937-4434) kommen zu dem Ergebnis, "die Eignungshöffigkeit des Salzstocks für die Einlagerung der vorgesehenen radioaktiven Abfälle", d.h., eine Eignung des Standortes, kann erwartet werden. Es wird darauf hingewiesen, dass die Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) diese Bewertung bestätigt hat.
Die geplanten Erkundungsbereiche (EB1-9) im Nordostflügel des Erkundungsbergwerks Gorleben in 840 m Tiefe. Die Planungen beruhten auf der in diesem Bereich prognostizierten Geologie.