In Deutschland und in vielen anderen Ländern (z.B. Frankreich, Schweden, Finnland) hat man sich entschieden, Endlager für radioaktive Abfälle in tiefen geologischen Formationen einzurichten. So können die Abfälle langfristig sicher von der Biosphäre isoliert werden (Langzeitsicherheit). Nach Auswahl eines potienziellen Standortes (Standortauswahl) wird dieser auf seine Eignung als Endlager untersucht bzw. erkundet. Die Erkundung soll Gewissheit darüber verschaffen, ob der ausgewählte Standort die Anforderungen an ein Endlager erfüllt und die Schutzziele (Barrieren) eingehalten werden können.

Die Durchführung der Erkundung richtet sich nach den individuell vorgefundenen geologischen Begebenheiten. Nach der Bennennung einer Standortregion wird nach Auswertung der vorhandenen Daten der mögliche Endlagerstandort festgelegt. Zur Überprüfung der Eignung des Standortes sind umfangreiche Erkundungsarbeiten erforderlich, die zuerst von der Erdoberfläche aus und später - bei weiterhin positiver Bewertung - auch von unter Tage durchgeführt werden.

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