Salzlagerstätten

Die Salzablagerungen in den Norddeutschen Becken sind vor etwa 250 Mio. Jahren im Perm entstanden (s. Entstehung eines Salzstockes). Bereits während der Trias (vor ca. 200 Mio. Jahren) kam es durch den Druck der über dem Steinsalz abgelagerten Sedimente zur Mobilisation des Salzes und die Bildung von Salzstöcken begann. Dieser Prozess vollzieht sich jedoch extrem langsam und ist bis heute nicht abgeschlossen. Durch intensive geochemische Untersuchungen des Salzes und insbesondere von mikroskopisch kleinen Meerwassereinschlüssen (s. Abbildung "Flüssigkeitseinschlüsse") aus der Entstehungszeit des Salzstockes wurde nachgewiesen, dass das Salz im Zentralteil der Salzstöcke trotz der starken Verformung während der Salzstockbildung von äußeren Einflüssen über den gesamten Zeitraum von seiner Entstehung bis heute (d.h. über einen Zeitraum von ca. 250 Mio. Jahren) geochemisch nicht verändert wurde. Genau dieser zentrale Bereich eines Salzstockes soll zur Endlagerung von hochradioaktiven Abfällen genutzt werden.

Die im Einschluss befindliche Lösung wird extrahiert und chemisch analysiert. Der chemische Stoffbestand gibt Aufschluss über deren Entstehung bzw. Herkunft. Die Kantenlänge des Einschlusses beträgt wenige tausendstel Millimeter. Am Boden des Einschlusses befindet sich eine Gasblase.

Die Einlagerung von radioaktiven Abfällen soll nach folgendem Prinzip durchgeführt werden: es wird nur der tatsächlich zur Einlagerung benötigte Hohlraum unter Tage aufgefahren. Während des Einlagerungsbetriebes werden die Einlagerungskammern nach und nach dicht verfüllt. Nach Ende des Einlagerungsbetriebes werden dann alle Strecken und Hohlräume mit Salzgrus versetzt und verschlossen. Nach Verschluss des Endlagers verbleiben somit keinerlei Hohlräume mit Ausnahme des geringen Porenvolumens des Versatzmaterials.

Als Folge der über dem Endlager liegenden Gesteinsschichten herrscht in der Teufe von ca. 900 m ein erheblicher Gebirgsdruck der zur plastischen Verformung des Steinsalzes führt (Konvergenz). Genau wie in der Natur wird durch diese Konvergenz das Porenvolumen des Versatzmaterials laufend verringert bis das Gestein vollkommen ausgeheilt ist und die Abfälle ein Teil des geologischen Systems sind.

Quelle: GSF-Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, Forschungsbergwerk Asse durch Konvergenz zugewachsene Strecke im Kalisalz des Forschungsbergwerkes Asse bei Wolfenbüttel. Die dunklen Bereiche sind Haufwerk, Holz und Kesselasche, die in der Strecke gelagert wurden. Der ursprüngliche Querschnitt der Strecke betrug nach dem Auffahren 1909 ca. 12 qm. Zu Beginn der 60er Jahre war der Hohlraum bereits vollständig verschlossen.

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