Aktuelles
  • 10.04.2013 - Bei dem Treffen der Bund-Länder Arbeitsgruppe am 09.04.2013 ist eine Einigung in der Diskussion um ein Endlagersuchgesetz mit einem gemeinsamen Vorschlag zu einem „Standortsuchgesetz“ gefunden worden. [mehr]
  • 18.03.2013 - Mehr als 120 Teilnehmer konnten die Veranstalter, die DMT GmbH & Co. KG, die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH und die DBE TECHNOLOGY GmbH beim diesjährigen "2. Essener Fachgespräch Endlagerbergbau" am 28.02. begrüßen. Die Vortragsveranstaltung ist auch in diesem Jahr als Plattform für Fachinformationen aus erster Hand, für den Erfahrungsaustausch und zur Kontaktpflege mit Fachkollegen sowie Vertretern der zuständigen Behörden auf reges Interesse gestoßen. [mehr]
  • 29.01.2013 - Zum zweiten Mal lädt GNS gemeinsam mit der DMT und DBE TEC zum Essener Fachgespräch Endlagerbergbau ein. Einen halben Tag lang werden aktuelle politische, gesellschaftliche und verfahrenstechnische Aspekte aus dem Umfeld der Endlagerung im Zentrum von Vorträgen und Diskussion stehen. [mehr]

 

Unsere Position

Endlagerung radioaktiver Abfälle im Fokus

Durch den Beschluss der Bundesregierung, nach 2022 auf die Stromerzeugung aus Kernenergie in Deutschland zu verzichten, gewinnt die Frage der Endlagerung noch einmal stärker an Bedeutung als ohnehin schon. Die GNS als die von den deutschen Energieversorgungsunternehmen (EVU) mit der Entsorgung von radioaktiven Abfällen beauftragte Ingenieurgesellschaft vertritt hierzu folgende Positionen:

Klarheit über die Eignung des Standorts Gorleben

Seit Oktober 2010 hatte das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Erkundung Gorlebens nach einem 10 Jahre andauernden Moratorium, in dem kein nennenswerter Fortschritt zur Lösung der Endlagerfrage gemacht worden ist, fortführen lassen. Die Erkundung wurde im November 2012 durch das BMU erneut unterbrochen, um die Gespräche zu einem neuen Endlagersuchgesetz nicht zu gefährden. Eine vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben soll bis März 2013 abgeschlossen werden. Die GNS fordert den zügigen Abschluss der Erkundungsarbeiten, um auch im Interesse der Menschen vor Ort nach über 30 Jahren endlich Klarheit über die Eignung oder Nichteignung des Standortes zu erhalten. Das Ergebnis dieser Erkundung ist naturgemäß offen und kann unter Umständen auch die objektive Nichteignung des Salzstocks feststellen. Nach dem bisherigen Stand der Erkundung gibt es jedoch keine Erkenntnisse, die gegen eine Eignung Gorlebens sprechen.

Zügige Inbetriebnahme des Endlagers Konrad

Für die Endlagerung von nicht wärmeentwickelnden, schwach- und mittelradioaktiven Abfällen wird seit 2007 die Schachtanlage Konrad bei Salzgitter für den Einlagerungsbetrieb umgerüstet. Mit Schacht Konrad existiert in Deutschland ein genehmigtes Endlager für etwa 90 Prozent aller radioaktiven Reststoffvolumen in Deutschland. Nachdem ursprünglich eine Inbetriebnahme für 2013/2014 vorgesehen war, zeichneten sich im Laufe des Jahres 2010 deutliche Verzögerungen ab, die durch zahlreiche Um- und Neuplanungen aber auch durch eine suboptimale Organisation der Projektrealisierung verursacht wurden. Nunmehr wird von Seiten des zuständigen Bundesamts für Strahlenschutz 2019 als neuer Inbetriebnahmezeitpunkt genannt. Insbesondere auch im Hinblick auf die vorgezogene Stilllegung der Kernkraftwerke müssen alle Maßnahmen zur Verbesserung der Effizienz ergriffen werden, um eine möglichst zügige Inbetriebnahme des Endlagers Konrad zu erreichen und weitere Verzögerungen zu vermeiden. Dazu gehören nach Auffassung der GNS auch organisatorische Maßnahmen.

Strahlenschutz von Personal und Bevölkerung bei Stilllegung der Asse

Nach der Übernahme der Schachtanlage Asse II durch das Bundesamt für Strahlenschutz zum 01.01.09 hat dieses nach einem Optionenvergleich vorgeschlagen, alle Abfälle aus dem Bergwerk rückzuholen, standortnah zu konditionieren und zwischenzulagern und in ein noch festzulegendes Endlager zu transportieren. Die GNS weist darauf hin, dass vor Festlegung auf eine Handlungsoption alle Aspekte geprüft werden sollten. Im Hinblick auf die instabile Situation der Asse muss schnell Klarheit über die zu realisierende Option herbeigeführt werden. Dabei ist insbesondere für die vom BfS gewählte Option der Rückholung eine realistische Abschätzung der Strahlenbelastung von Personal und Bevölkerung zu erarbeiten, die durch Rückholung, Zwischenlagerung, Charakterisierung der Abfälle, Konditionierung, Transport und Endlagerung faktisch entstehen wird. Diese ist mit einer theoretisch denkbaren Strahlenbelastung einer Verfüllung des Endlagers nach langen Zeiträumen abzuwägen.